Dies ist ein Teasertext
Dies ist ein Teasertext

Fledermausquartier am Haus – im Garten

Sie haben noch keine Fledermäuse am Haus und wollen aber dennoch den Tieren ein Zuhause geben? Dann schaffen Sie doch am Haus oder im Garten ein neues Fledermausquartier.

Dazu ist zunächst einmal wichtig, etwas über die Lebensweise der kleinen Flugsäuger zu wissen: Grundsätzlich unterscheidet man bei Fledermäusen zwischen spaltenbewohnenden Arten und solchen, die sich eher in Baumhöhlen wohl fühlen. Außerdem bevorzugen ein paar Arten große und nicht ausgebaute Dachböden, in denen sie sich an den unterschiedlichsten Stellen verstecken.
Für alle Arten gilt aber:

Im Sommer brauchen sie Quartiere, die warm, trocken und Zugluftfrei sind, wohingegen sie im Winter Orte bevorzugen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen und dabei nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt sind. Winterquartiere sollten für die meisten Arten Temperaturen zwischen 4 °C und 10 °C aufweisen. Auch mögen die meisten Arten im Winter keine starken Temperarturschwankungen. Solche Bedingungen finden sich in vielen Höhlen oder Stollen, können aber auch in einem unbenutzten Gewölbekeller gegeben sein.

Am Haus und im Garten lassen sich gut Sommerquartiere für Fledermäuse neu schaffen.

Am Haus finden sich in erster Linie Arten, die in Spalten leben. Wer also Fledermäusen am Haus eine Wohnung anbieten will, sollte neue Spalten erstellen: Dies kann eine Holz- oder Schieferverschalung sein. Sie können ganz leicht Quartiere schaffen, wenn Sie kleine Spalten offen lassen, damit sie hinter die Verschalung schlüpfen können. Auch ein zwischendach mit kleinen Öffnungen eignet sich hervorragend. Vielleicht siedeln sie sich dann schon bald bei Ihnen an!

Eine andere Möglichkeit ist der Bau von Spaltenkästen. Dabei gilt:

  • Je größer, umso wahrscheinlicher ist es, dass sich nicht nur einzelne Tiere, sondern Kolonien ansiedeln.

  • Je enger der Spalt ist, desto gemütlicher ist die Wohnung für die Tiere. Sie mögen es, wenn ihr Bauch und ihr Rücken Kontakt zur Wand haben. Eine Spaltbreite von 1,5 cm sollte aber nicht unterschritten werden.

  • Je mehr Quartiere die Tiere zur Auswahl haben, desto wahrscheinlicher ist die Besiedlung.

Hier finden Sie eine Bauanleitung für ein Spaltenquartier (Fledermausbrett) und Informationen was Sie beim Bau und beim Aufhängen beachten müssen:

Ihre Quartiere in Höhlenkästen suchen die Arten, die in der Natur in erster Linie in alten Spechthöhlen oder anderen Aushöhlungen in Bäumen leben. Es macht daher wenig Sinn, solch ein Quartier an einem Haus anzubringen, da diese Arten hier gar nicht erst nach einer Bleibe suchen. Solche Kästen sollte man also unbedingt an Bäumen anbringen, am besten dort, wo mehrere große Bäume wachsen. Höhlenkästen gibt es in vielfältigen Ausführungen im Naturfachhandel zu kaufen.

Wie Sie solche Höhlenkästen am besten anbringen wird hier erklärt:

Sie möchten aber noch mehr für die Fledermäuse tun? Wollen z.B. bei einer Sanierungsmaßnahme direkt neue Quartiere integrieren oder wollen Dachböden für Fledermäuse öffnen und fledermausfreundlich gestalten? Wir helfen gerne dabei und beraten Sie ganz individuell.

Sind die neuen Quartiere geschaffen, heißt es Daumen drücken und abwarten. Es kann unter Umständen schon mal Jahre dauern, bis ein Quartier angenommen wird.

DIE NABU-Fledermaus-Datenbank. Viele Fledermausarten auf einen Blick. Weiter…

Quartiermeldungen in Rheinland-Pfalz.

Weiter